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31. Oktober 2026

Montenegro 2027: vom Meer auf 2.400 Meter, und was Hoteliers daraus machen

Im Oktober standen wir an der Promenade von Tivat. Morgens, das Wasser still, hinter der Bucht die Berge. Man vergisst schnell, wie klein dieses Land ist. Montenegro ist kleiner als die Steiermark, und trotzdem ist man vom Strand in wenigen Stunden in Landschaften, die an die Dolomiten erinnern.

Genau damit wirbt jetzt auch die Nationale Tourismusorganisation Montenegros. Anfang Oktober hat sie über den amerikanischen Presseverteiler PR Newswire eine Mitteilung verschickt, Titel sinngemäss: Warum 2027 das Jahr für Montenegro ist. Gerichtet ist sie an Reisende in Nordamerika. Für uns ist sie aus einem anderen Grund lesenswert, dazu weiter unten.

Promenade von Tivat mit Segelschiff, dahinter die Berge der Bucht von Kotor
Promenade von Tivat, Oktober 2026

Was das Land der Welt verspricht

Die Bucht von Kotor. Kotor, Perast und Tivat liegen an einer Bucht, die sich wie ein Fjord zwischen die Berge schiebt. Alte Städte, Kirchen auf kleinen Inseln, eine Marina mit Yachten aus aller Welt.

Meer und Berge in einer Reise. Im Norden liegt der Nationalpark Durmitor mit rund fünfzig Gipfeln und der Schlucht der Tara, einer der tiefsten Europas. Morgens an der Adria, abends in den Bergen, das geht hier wirklich.

Wein und Küche. Rund um den Skadarsee und im Tal der Crmnica wird seit Generationen Wein gemacht. Aus Njeguši kommen Rohschinken und Käse, die man im ganzen Land auf dem Tisch findet.

Neue Hotels der gehobenen Klasse. Porto Montenegro, Aman Sveti Stefan und Luštica Bay kennt man. 2027 sollen zwei weitere Häuser dazukommen, davon gleich mehr.

Winter im Norden. Kolašin bietet nach Angaben der Tourismusorganisation rund 45 Kilometer Pisten bis auf knapp 2.100 Meter.

Gelebte Tradition. In der Bucht tanzt die Bokeška mornarica, die Bruderschaft der Seeleute von Kotor, einen Reigen, dessen Ursprung rund zwölf Jahrhunderte zurückreichen soll. In den Bergen verbindet ein Wegenetz von rund 500 Kilometern die Sommersiedlungen der Hirten.

Das ist schön geschrieben. Und es stimmt. Wer einmal dort war, kennt dieses Gefühl, früh an einem Ort zu sein, bevor ihn alle kennen.

Was darin für Hoteliers steckt

Zwischen den Landschaftsbildern stehen drei Angaben, die für jeden Betrieb im Land zählen.

Die Marken kommen weiter. In Budva soll 2027 das Radisson Collection Hotel President eröffnen, mit 88 Einheiten, Residenzen, Restaurants und Wellness. In Tivat ist für den Sommer 2027 ein Radisson Blu mit 61 Zimmern und 44 Apartments angekündigt. Das heisst mehr Betten an der Küste, mehr Wettbewerb um gute Mitarbeitende und mehr Druck auf die Preise der Häuser, die keinen grossen Namen tragen. Wir haben dazu schon geschrieben: Wenn Hyatt, Mövenpick und Radisson investieren.

Der Norden zieht nach. Für die Zeit um 2027 erwartet die Tourismusorganisation die ersten Berghotels internationaler Marken. Damit wird aus Montenegro Schritt für Schritt ein Land für das ganze Jahr. Wer an der Küste nur vier Monate verdient, sollte sich diese Entwicklung genau ansehen. Mehr dazu in Montenegro ist mehr als Sommer.

Das Land wirbt um neue Gäste. Eine Kampagne, die sich an Nordamerika richtet, holt Gäste mit langer Anreise. Die bleiben länger, wollen Küste und Berge sehen und fragen nach Wein, Küche und Geschichten. Genau da liegt die Stärke der privaten Häuser, die Familie, die Herkunft, der eigene Keller. Sie muss nur schon bei der Buchung sichtbar sein. Warum das so wichtig ist, steht in 499 Hotels und eine Lücke.

Unsere Einschätzung

Wenn ein Land so offen um Gäste wirbt, kommen die Gäste meist zuerst und die Qualität muss nachziehen. Die nächsten zwei Jahre entscheiden, welche Häuser davon profitieren. Das sind die, die jetzt an Service, Angebot für das ganze Jahr und ihrem Auftritt arbeiten. Wenn Sie wissen möchten, wo Ihr Haus dabei steht, sprechen Sie mit uns.

Quelle: Nationale Tourismusorganisation Montenegros, Pressemitteilung vom 6. Oktober 2026, veröffentlicht über PR Newswire (englisch). Massangaben von uns in Meter und Kilometer umgerechnet.