Persönliche Einblicke in die Hospitality-Karriere, Teil 2
In Folge 4 von „Der letzte Schluck zum Feierabend" setzen Michael Gehring und ich unser Gespräch über persönliche Karrierewege in der Hospitality-Branche fort. Für Hoteliers ging es dabei um eigene Erfahrungen im Betrieb. Für Winzer lohnt sich ein zweiter Blick: Wie so ein Werdegang, auch der eigene, zu einer klaren Positionierung am Markt wird.
Karrierewege in der Hospitality-Branche verlaufen selten geradlinig. Wer lange genug in diesem Umfeld arbeitet, sammelt Stationen, Umwege und Rollenwechsel, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Genau darüber sprechen wir in dieser Folge weiter. Für Winzer ist das kein Nebenthema, sondern ein Prinzip, das sich direkt übertragen lässt.
Ein unüblicher Weg ist kein Nachteil
Wer als Winzer nicht den klassischen Weg über Weinbauschule und Hofübernahme gegangen ist, empfindet das oft als Lücke im Lebenslauf. Tatsächlich ist es meistens das Gegenteil: Ein Quereinstieg, ein zweiter Beruf oder ein Umweg über eine andere Branche liefert Perspektiven, die reinen Fachleuten oft fehlen. Diese Perspektive ist ein legitimer Teil der eigenen Positionierung, nicht etwas, das man verschweigen sollte.
Warum der eigene Werdegang Vertrauen schafft
Kunden kaufen bei Menschen, denen sie eine Geschichte glauben. Eine ehrliche Erzählung darüber, wie man zum Weinbau oder zur Übernahme des Familienbetriebs gekommen ist, mit Umwegen und allem, was dazugehört, schafft mehr Vertrauen als eine glatte Marketingbiografie. Das gilt für einen Podcast-Host genauso wie für einen Winzer, der seine Weine erklärt.
Positionierung entsteht aus der eigenen Geschichte, nicht aus einer Vorlage
Ein Beispiel, wie sich ein unüblicher Weg, vom Sommelier über den Lehrberuf bis zur Weinmarketing-Beratung, zu einer eigenständigen Positionierung zusammenfügen lässt, finden Sie auf der Seite Über mich. Die Übung dahinter lässt sich auf jeden Betrieb anwenden: die eigenen Stationen aufschreiben und fragen, welche davon eine Kompetenz sind, die andere nicht haben.
Der Lebenslauf, den man sich nicht ausgesucht hat, ist oft die überzeugendste Positionierung, die man hat.
Der eigene Werdegang als Positionierung
- Schreiben Sie Ihre eigenen Karrierestationen auf, auch die, die auf den ersten Blick nicht zum Weinbau passen
- Fragen Sie sich, welche dieser Stationen eine Kompetenz mitbringt, die andere Weingüter in der Region nicht haben
- Bauen Sie Ihre persönliche Geschichte aktiv in die Über-mich-Seite und die Kommunikation Ihres Betriebs ein, statt sie zu verstecken
Folge 4 vollständig hören
Die vollständige Episode mit Michael Gehring und mir, inklusive der Hotellerie-Perspektive auf persönliche Karrierewege, gibt es auf Spotify und den anderen gängigen Plattformen. Eine ausführliche Einordnung aus Sicht der Hotellerie finden Sie im Originalartikel auf hotelsuccess.cc/podcast, der Hauptseite unseres gemeinsamen Podcasts.
Welche Geschichte erzählt Ihr Weingut über Sie?
Im kostenlosen Strategiegespräch finden wir die Positionierung, die zu Ihrem Werdegang passt.
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