Werbung für Winzer: Print, Netz und die Flasche im Heft
In Folge 43 von „Der letzte Schluck zum Feierabend“ geht es um die Frage, ob ein Betrieb noch im Printmagazin werben soll oder ob Social Media genügt. Unser Gast ist Guido Lienhardt, Herausgeber des Magazins gaudium. Für Winzer steckt darin eine konkrete Frage: Wo wird Ihr Wein gesehen, und von wem?
Guido Lienhardt kenne ich seit über zwanzig Jahren. Schon zu meiner Zeit in der Vinothek in St. Anna hat er unsere Vernissagen und Veranstaltungen veröffentlicht. Heute gibt er das Magazin gaudium heraus, im Thermen- und Vulkanland Steiermark. In Folge 43 haben Michael Gehring und ich ihn gefragt, was Werbung einem Weingut in einer schwierigen Branche noch bringt.
Zwei Minuten bis zur ersten Zeile
Guido erzählt von einem Wirtschaftsabend in Washington. Er öffnete dort eine Tageszeitung im Netz und brauchte zwei Minuten, bis er die erste Zeile des Artikels lesen konnte, weil ständig etwas darüber aufging. Für ihn ist das die Grundidee, warum er auf Papier setzt.
Sein Heft liegt dort, wo Menschen warten und Zeit haben: beim Arzt, im Krankenhaus, beim Friseur, im Café und in der Buschenschank. Von einer Ausgabe ist nach drei Monaten fast nichts mehr übrig.
Was ein Weingut jetzt tun kann
Die Weinbranche hat es gerade schwer. Guidos Antwort auf die Frage nach der Werbung ist trotzdem deutlich: Gar nichts zu tun ist das Schlechteste. Selbst Coca-Cola macht Werbung, obwohl es jeder kennt.
Für Ihren Betrieb heisst das: Sichtbarkeit gehört gerade in einem schwierigen Jahr in die Planung. Wer die Ausgaben dafür streicht, spart an der Stelle, an der neue Gäste und Händler auf ihn aufmerksam werden.
Die Flasche ist das grösste Bild
Wenn Guido einen Betrieb im Heft vorstellt, ist die Flasche das grösste Bild. Wer aufblättert, soll die Geschichte zur Flasche wissen wollen und den Menschen dahinter erkennen.
Das lässt sich auf jeden Auftritt übertragen, auf Papier wie im Netz: die Flasche gross und gut fotografiert, daneben der Mensch, der sie gemacht hat, und zwei Sätze zur Geschichte. Passend dazu sprechen wir in der Folge auch über einen Wettbewerb für die schönste Weinetikette. Wie Sie Ihr Etikett selbst angehen, beschreibt der Artikel Weinetiketten gestalten.
Wer aufblättert, soll die Geschichte zur Flasche wissen wollen und den Menschen dahinter erkennen.
Print oder Social Media
Am Ende steht keine Entweder-oder-Antwort. Print und Social Media erreichen verschiedene Menschen. Entscheidend ist, welchen Gast Sie wie ansprechen wollen, und wo er gerade Zeit hat.
Und dann ist da noch der Kunde mit den Weihnachtsgänsen, der seine eigene Anzeige zweimal suchen musste. Was dahintersteckt, erzählt Guido in der Folge am besten selbst.
Für Ihren nächsten Auftritt
- Überlegen Sie, wo Ihre Gäste warten und Zeit haben, und legen Sie dort etwas zum Blättern hin
- Zeigen Sie die Flasche gross und den Menschen daneben
- Planen Sie Sichtbarkeit auch in einem schwierigen Jahr fest ein
- Entscheiden Sie je Kanal, welchen Gast Sie damit erreichen wollen
Wo soll Ihr Weingut gesehen werden?
Im kostenlosen Strategiegespräch schauen wir, welche Kanäle zu Ihren Gästen passen, auf Papier und im Netz.
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