Steiermark · Wein News

Glück: was eine 85 Jahre lange Studie für Ihr Weingut bedeutet

85 Jahre, über 700 Menschen, eine klare Antwort: Beziehungen tragen. Nicht Erfolg, nicht Umsatz, nicht Auszeichnungen. Ich höre das aus dieser Folge heraus und denke sofort an Weingüter, die ich kenne, denn kaum eine Branche hängt so sehr an den Menschen dahinter wie die unsere.

In Folge 40 bespricht Michael Gehring eine Studie, die seit 1938 läuft und dabei ist, alle Fragen zu beantworten, die man sich lieber früher stellt als später: Was hält Menschen gesund? Was macht sie zufrieden? Was hilft ihnen, auch in schwierigen Jahren standhaft zu bleiben? Die Antwort ist eindeutig, und sie trifft Weingüter mitten ins Herz des Betriebs.

Beziehungen sind keine Nebensache

Die Studie zeigt: Menschen, die gute Beziehungen pflegen, bleiben länger gesund und sind zufriedener. Das klingt nach Selbstverständlichkeit, und doch passiert am Weingut das Gegenteil: In der Lese zählt der Ertrag, in der Vinothek die Flaschenzahl, nach der Saison kommt die Erschöpfung. Beziehungen werden dabei oft zurückgestellt. Die Studie sagt, das ist ein Fehler mit langen Folgen.

Gäste, die Sie kennen, kaufen anders

Ein Gast, der bei Ihnen schon mehrmals war und Sie persönlich kennt, verhält sich anders als jemand, der zum ersten Mal die Auffahrt hochkommt. Er fragt nach dem Jahrgang, nach Ihrer Familie, nach dem Winter. Er kauft nicht eine Flasche, er kauft ein Karton, weil er weiss, was dahintersteckt. Das ist keine Verkaufsstrategie, das ist eine Beziehung. Und Beziehungen entstehen nicht beim ersten Besuch, sondern beim dritten oder vierten, wenn Sie sich erinnern und das auch zeigen.

Mitarbeiter halten durch echten Kontakt

Viele Weingüter verlieren Saisonkräfte nach einem Jahr. Einer der häufigsten Gründe: Sie fühlten sich wie Hände, nicht wie Menschen. Die Studie gibt dafür eine Erklärung. Wer sich in einem Betrieb gesehen fühlt, bleibt. Ein kurzes Gespräch am Morgen, ein Dankeschön am Abend, das Wissen um den Namen des Partners. Das kostet nichts, und es hält Menschen, die sonst gegangen wären.

Die eigene Gesundheit ist Betriebskapital

Im Weingut hängt vieles an einer Person. Fällt diese aus, steht der Betrieb still. Die Harvard-Studie zeigt, dass Erschöpfung und soziale Isolation sich gegenseitig verstärken. Wer zu lange allein schuftet, ohne Austausch, ohne Ausgleich, baut ab, langsam und oft unbemerkt. Zwei freie Tage im Kalender, ein Gespräch mit jemandem ausserhalb der Branche, ein Abend ohne Kalkulation: das sind keine Luxusposten, das ist Vorsorge.

Folge 40 zum Nachhören

Das Gespräch mit Michael Gehring dauert rund 50 Minuten und ist auf Spotify sowie auf den übrigen gängigen Plattformen zu hören. Alle Folgen und die Einordnung aus Sicht der Hotellerie finden Sie auf hotelsuccess.cc/podcast, der Hauptseite unseres gemeinsamen Podcasts.

Was trägt Ihren Betrieb langfristig?

Im kostenlosen Strategiegespräch schauen wir uns an, wo in Ihrem Weingut Beziehungen zu Gästen, Mitarbeitern und Ihnen selbst stärker werden könnten.

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